Konzert, Festival

Sookee

Schrottgrenze

Harry Breast

Rana Esculenta

Plaeikke

WERK 2 und KOMM-Haus präsentieren:

Beatz im Block 2018: SOOKEE, Schrottgrenze

Support: Harry Breast, Rana Esculenta, Plaeikke

Freitag, 17. August 2018
Schönauer Park, Beginn: 18:30 Uhr

Eine Open-Air-Bühne mit hochkarätigen Künstler*innen, guter Musik und Infoständen. Klingt nach einem Festival. Ist es auch und doch ganz anders. Im Vordergrund steht nicht der Kommerz, sondern der Spaß, die Message, die Kultur.

Beatz im Block ist mehr als ein Open Air von der Stange. Zwischen Neubau, Park und unbelebtem Raum setzen wir mit Beatz im Block eine Marke: Laut, provokativ, deutlich.

LINE-UP:

SOOKEE
Es gibt wahrscheinlich einfachere Bereiche, um Sexismus und fehlende geschlechtliche und sexuelle Diversität zu diskutieren, als die deutsche Hip Hop Szene. Sookee tut es trotzdem - und das nicht erst seit gestern. Seit 2003 ist die Berlinerin als Rapperin unterwegs und spricht über linke Politik und Queerfeminismus, statt sich in festgefahrenen Rollenbildern und kapitalistischen Statussymbolen zu suhlen. Patriarchalische Strukturen gibt es zwar überall, im Rap werden sie nur eben besonders deutlich. Mit ihrem neuen Album Mortem & Makeup möchte sie jetzt bewusst auch Leute außerhalb der linken Filterbubble ansprechen.

Rein in die Köpfe derer, die sich sonst eher weniger Gedanken um soziale Ungerechtigkeit machen. Die erreichen, die bisher nicht zuhören wollten. Die grundlegende Message ist dieselbe geblieben. Sookee ist nach wie vor lieber unbequem als oberflächlich. Nicht nur als Aktivistin für feministische Bündnisse wie #ausnahmslos, sondern eben auch als Vertreterin einer Szene, in deren heteronormative Übermaskulinität Frauen oft genug auf „drei Löcher“ reduziert werden. Inhaltlich ist sie auf Mortem & Makeup aber breiter gefächert als je zuvor und nähert sich den angesprochenen Problemen aus unterschiedlichen Perspektiven. Bewusst weniger durchexerzierte Thementracks mit politischem Auftrag. Nahbar, menschlich, „weniger Soziologievortrag“ sagt sie selbst und lacht dabei.

Politisch sein, ohne zu belehren. Missstände ansprechen, ohne zu predigen. Das ist nicht einfach, aber irgendjemand muss es ja machen. „Natürlich ist es anstrengend, mein Gesicht so krass in den Wind zu halten was das angeht, aber ich habe mich dafür entschieden“, sagt Sookee. „Ich schwöre ja immer in alle Richtungen: Sobald sich das alles normalisiert hat und sobald diese Gerechtigkeit eingetreten ist, von der ich träume, dann halte ich meine Klappe. Aber der Punkt ist eben noch nicht ganz erreicht.“
Autorin: Lisa Ludwig

SCHROTTGRENZE
Manchmal muss man die Fäuste recken. Und manchmal muss man sie weit öffnen, um mit vollen Händen Glitzer auf die Welt regnen zu lassen.

Schrottgrenze haben schon immer ihre eigenen Geschichten erzählt. Über Menschen und Gefühle und Hamburg, über 15 Jahre und sieben Alben, in den melancholischsten Ohrwürmern und den poppigsten Hymnen des Indierock. Nach ein paar Jahren Pause sammelten 2015 zwei Compilations die größten und die rarsten davon. Und jetzt erzählen sie mit Glitzer auf Beton ganz neue, die mindestens so lächelleicht ins Ohr gehen wie die alten und Köpfe, Finger und Zehenspitzen noch ein bisschen schwungvoller wippen lassen. Zwölf neue Stücke Gitarrenpop voller ungeduldiger Rhythmen und marmungsmelodien, wilder Stürme und jeder Menge Sonne, wie man sie von Schrottgrenze kennt und lieb hat. Nur dass es jetzt noch mehr glitzert als früher.

HARRY BREAST
Der selbsternannte „nette Rapper“ und Wahl-Leipziger liefert unverkrampften Boom Bap Marke Eigenbau. Seine Text bewegen sich zwischen Gesellschaftskritik, Nerdtalk, Hip Hop Gossip und einer Portion Selbstironie. Unterstützung bekommt er von „Dj FlashCAT“.

RANA ESCULENTA
Die vier rapaffinen Frösche aus Leipzig namens Kalle vom Dach, Sayes, D-Vee und Mona Lina vereinen ihre individuellen Stärken zu einer spannenden Mischung, in der viel Wert auf Kommunikation und auf ein Mit- statt auf ein Nebeneinander gesetzt wird. Verbunden mit antreibenden Aussagen und Beats sind das Sprünge in Höhen und Tiefen, nach vorne und hinten mit dem Wunsch immer wieder abzuheben und in der Luft zu hängen... und trotzdem auf dem Boden zu bleiben.

PLAEIKKE
Rap aus der Lücke, die in komplexen Zusammenhängen und Systemen entsteht. Reißt Wände mit Worten ein, Anarchismus ist eine Erosionsform. Und eine Utopie, gegen die der Alltag nicht ankommt. Durch den Dschungel der Strukturen, ein Labyrinth mit Löchern, freier Fall mit Schallgeschwindigkeit in dunkle Tiefen versetzt - irgendwo in all diesem gespürten Chaos sind diese Lücken und dort auch die Spotlights.

Info zu den Fan-Tickets:
Eine limitierte Auflage Fantickets ist erhältlich im No Borders Clothing (Wolfgang-Heinze-Str. 8), im WERK 2 - Ticket-&Infobüro und online bei Tixforgigs (zzgl. VVK-Gebühren).
Die Preise variieren bzgl. der Gebühren.

VVK: ab 13,50 €/ermäßigt ab 15,50 €