Konzert

WERK 2 präsentiert:

Berlin Syndrome

„Sweet Harm“ Record Release Show + Special Guest

Donnerstag, 29. März 2018
Halle D (Clubstage), Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr

Sounds like The XX, Joy Division and The National had a bastard-child.

Berlin, Februar, nasskalt und grau. Im Ohr: Düsternis, Melancholie, Schwermut. Ebenso düster schauen mich fünf Herren von ihrer Facebook-Seite aus an. 2.279 people like this. Posted 1st February 2017: „We've been mentioning for a while that we will be recording our debut album and, guess what...we will be heading to Music2records near Wolfsburg in March for two weeks with Elvis Schulze!“ Ich stelle den Tee mit frischem Ingwer mal hintenan.

Ein Griff in die Referenzkiste bringt The XX und Foals hervor, eine Prise Editors, ein bisschen Joy Division. Dennoch ein eigener Sound „von dunkler, dezenter Eleganz mit subtil kitzelnden Melodien und dem Zeug zu bedrückender Schönheit. Gemalt in Schwarz und Grau, mit ein wenig Weiß als Kontrastmittel.“ sagt die Presse, in Person Henning Lühr (DATEs). Man hört, dass da ein Engländer mitmischt, und man hört auch, dass sich die Band noch selbst entdeckt.

Wie immer ist aber das, was unterwegs passiert, spannender als die Ankunft am Ziel. Und was soll das mit dem Bandnamen? Was ist dieses Berlin Syndrome? Auf Anhieb fallen mir unzählige mögliche Antworten ein, die plausibelste liefert aber die Band selbst. Das London Großbritanniens, das New York Amerikas, das Barcelona Spaniens. Und eben das Berlin Deutschlands. Das Paradies und die Hölle am gleichen Ort. Ein Ort voller Geheimnisse und Anziehungskraft, die Fluch und Segen zugleich sind. Ein Hin-und-her-Gerissen-Sein, ein ewiger Kampf. Und dann wird mir klar, dass es einen besseren Bandnamen für diese Musik nicht hätte geben können. Das Duell mit dem heuchlerischen falschen Zauber, hin und wieder ein Schimmer Hoffnung. Ich höre gespannt zu, wer als Gewinner hervorgehen wird und bin gespannt wie das kommende Album die Rivalitäten und Auseinandersetzungen Berlins musikalisch transportieren wird.

VVK: 12,00 €