Theater

tacet oder der Klang des Schweigens

Samstag, 24. März 2018
Cammerspiele, Beginn: 20 Uhr

Eine Adaption des Hörspiels TACET (RUHE 2) von Paul Plamper
(Produktion des WDR/DLF 2010)


Der Berliner Hörspielautor Paul Plamper befasst sich in drei Hörspielen mit dem Thema Ruhe. TACET (RUHE2) offenbart durch das Schweigen die radikalste Konsequenz. In den Cammerspielen Leipzig wird mit „tacet oder der Klang des Schweigens“ erstmalig eine Adaption von Plampers Hörspiel auf die Bühne gebracht.

Alle reden. Eine junge Frau namens Therese schweigt. Von einem Moment auf den anderen. Kein traumatisches Ereignis geht dem voraus, es geschieht einfach. Um die schweigende Frau gruppieren sich ihre Mitmenschen (Familie, Freunde, Therapeuten), die nichts unversucht lassen, Thereses „Zustand" zu ergründen.

Thereses Haltung folgt einem Impuls, der sowohl die anderen Figuren als auch die Zuschauer vor ein schier unlösbares Rätsel stellt. Ihr spontanes „drop-out" innerhalb einer Informations- und Kommunikationsgesellschaft erweist sich als subversiv. Das Schweigen provoziert, löst aber fatalerweise keine Probleme. Die Fragezeichen bleiben.

Woher? Wohin? Was ist der Mensch? Haben Beziehungen Sinn? Gibt es ein analoges Leben im Digitalen?

„tacet“ bietet keine Antworten. „tacet“ ist ein Angebot. In einer experimentellen Performance verbinden sich Sprech- und Tanztheater. Am Ende darf und muss gedacht werden.

Es spielen: Laura C. Jansen, Steffi Dautert & Alexander Aue
Regie: Marlen Riedel
Dramaturgie & Öffentlichkeitsarbeit: Christoph Awe
Bühne & Ausstattung: Anna Gierster
Kostüme: Anna Gierster & Marlen Riedel
Produktionsleitung: Steffi Dautert
Fotos & Video: Thomas Bär
Assistenz: Jessica Pollnau
Technische Einrichtung: Michael Brückner & Heiko Kluge
Technik: Christopher Brandt

AK: 10/ermäßigt 6, VVK: 10/ermäßigt 6